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KLaus decker

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curriculum vitae

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1954

geboren in Freiburg im Breisgau

1975 - 1976

Studium der Kunstwissenschaften an der Freien Universität Berlin

1976 - 1984

Studium der Kunstwissenschaften, Kunst- und Werkpädagogik an der Hochschule der Künste Berlin, Malerei bei Professor Herbert Kaufmann. Auseinandersetzung mit Fotografie und Animationsfilm, Bearbeitung von Filmen und Fotoleinwänden

1981

Meisterschüler bei Professor Herbert Kaufmann / Gründungsmitglied des "Atelier Bomba Colori"

1984 - 1986

Referendariat, Erstes und Zweites Künstlerisches Staatsexamen

1986 - 2017 

Kunstpädagoge an Berliner Gymnasien, kontinuierliche künstlerische Arbeit

lebt und arbeitet in Berlin

 

AUSstellungen (Auswahl)

2020 

 

2019 

 

2015 - 2018

  • Jahresausstellung, Atelier Klaus Decker, Berlin (E)

2017 

  • Verlag Schiele und Schön, Berlin (E)

2016 

  • „Freisetzungen", ECC Weissensee, zusammen mit Oliver Barlen (E)

2001 - 2012 

  • Jahresausstellung Atelier H54, Berlin (E)

2004

  • Galerie Mönch, Berlin (E)

  • Museum Römervilla, Grenzach (E)

  • „Querschnitt 17“, Künstlerhaus Bethanien, Berlin (G)

2000

  • „Kunstkreuz Friedrichshain“, Berlin (G)

  • SPI Service Gesellschaft, Berlin (E)

 

1998

  • „Paravents“, Galerie open room, Berlin (G)

1996

  • Galerie Buschgraben, Berlin (E)

  • Galerie Stil und Bruch, Berlin (E)

1993

  • Galerie Stil und Bruch, Berlin (E)

1991

  • Haus Salmegg, Kulturring Rheinfelden/Baden (G)

  • „Intensivstation“, Ateliergemeinschaft Kottbusser Damm, Berlin (G)

1990

  • Schlössle, Grenzach (E)

  • Regio-Galerie, Grenzach (G)

1989

  • Fa. Selectra, Berlin (E)

1986

  • „Bodenlos“, Atelier Bomba Colori, Berlin (G)

1985

  • Festspielgalerie Berlin, Karl-Hofer-Gesellschaft, Berlin (G)

1984

  • Atelier Bomba Colori, Berlin (G)

1978 - 1995

  • Freie Berliner Kunstausstellung FBK, Berlin (G)

 

zum werk

Der Berliner Künstler Klaus Decker erforscht mit seinen Bild-Werken – der Begriff Bild würde hier zu kurz greifen – Randgebiete der Malerei. Er kreiert mit der Wahl seiner Bildträger (MDF, Multiplex, Karton, Bütten, Plexiglas) sowie der motivischen und technischen Elemente eine spezifische Sprache, die die Grenzen der herkömmlichen Malerei überschreitet und den traditionellen Bildaufbau hinterfragt. Dabei wird jedoch stets eine genaue Abstimmung hinsichtlich des Bildinhaltes und der Motivgröße sowie bezüglich Materialität, Form und  Farbe vorgenommen, um spannungsreiche und überraschende Vexierspiele mit der Wahrnehmung zu erreichen.

Seit seinen Jugendjahren gilt sein besonderes Interesse dem Spiel mit dem Zufall. So erzeugt er zum Beispiel  für seine frühen Federzeichnungen spezielle Bildgründe durch das Abrollen von Farbe mittels verschiedener Walzen, um so abstrakte Strukturen mit der gegenständlichen Zeichnung zu einer neuen Einheit zu verbinden. Um einen offenen Bildprozess in Gang zu setzen und um einen gewissen Spielraum hinsichtlich Intention, Erwartung und Ergebnis zu erzeugen, benutzt er heute neben traditionellen Künstlerfarben auch andere Materialien zur Bildproduktion, wie beispielsweise diverse Dispersions- und Acryllacke, Reißlack, Metallbronzen, Tuschen oder Feinspachtel, die miteinander kombiniert verschiedenste Trocknungs- oder Reaktionsprozesse eingehen. Auch der Farbauftrag erfolgt teilweise über aleatorische Abdruckverfahren, sodass spontan Formen, Figuren und Strukturen entstehen, die durch ihre plötzlich auftauchende Existenz beim Ablösen der Druckplatte vom Träger ein kraftvolles Eigenleben präsentieren. Sie fügen so  dem Bild einen prägenden Akzent hinzu oder fordern den Künstler zur weiteren Bearbeitung auf. Ziel ist es, durch den Kontrast und die Kombination von intensiven Farben, aber auch von monochromen Farbfeldern oder  durch den Einsatz von reinem Schwarz und Weiß im Zusammenspiel mit solchen Zufallsspuren ein spezifisches Feld von Assoziationen zu eröffnen.

 

Ein weiteres wesentliches Element, das seine Kunst prägt, ist das serielle Denken. Um sich seinen Themen zu nähern, arbeitet er überwiegend in Werkserien, die formale und inhaltliche Aspekte variieren und ausloten. So können einzelne Serien aus 6, 8, 12 und mehr Exemplaren bestehen oder aber auch um ein Thema kreisen, wie beispielsweise bei den Werkkomplexen „Decalcomania“, „Marsbilder“, „Multiple Colour Structures“ oder „Officium ovalis“. Die Beziehungen zwischen Einzelbild und Gesamtserie ist dabei je nach Charakter und Komplexität des Themas unterschiedlich stark ausgeprägt, in jedem Fall sind die Verbindungen in der Gesamtsicht am Eindrücklichsten.

 

Neben dem Experimentieren im Bereich der Malerei interessieren ihn kontinuierlich auch die Ausdrucksmöglichkeiten der Collage. Auf diesem Gebiet entwickelt er neben Serien reiner Collagen, wie zum Beispiel „Faces“, „Appropriation MC“, „Sleek Odyssey“ oder „Vulva artistica“ auch Mischformen bis hin zu Assemblagen. Das Prinzip Collage ermöglicht es sowohl verschiedene Medien als auch einzelne Elemente verschiedener Realitätsebenen so miteinander zu kombinieren, dass überraschend neue Bezüge inhaltlicher und ästhetischer Art sichtbar werden.

 

Was all die Werke trotz ihrer formalen und materiellen Unterschiedlichkeit verbindet, ist eine Ausdrucksform, die den Einfluss des Zufalls und bewusster künstlerischer Entscheidungen gleichermaßen erfahrbar macht, und grundsätzliche Fragen zur Wahrnehmung und zum Verständnis von Kunst aufwirft.

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